Tonband


Ein Tonband zeichnet analog Töne aller Art auf einem Aufnahmerekorder auf, der zum Speichern der Daten spezielle Tonbänder benutzt. Tonbänder funktionieren ähnlich wie Kassettenrekorder, haben aber für lange Zeit die Musikszene beherrscht bis die Digital Technik aufkam. Allerdings wird die Tonbandtechnik auch heute noch in Flugschreibern verwendet. Die ersten Tonbandgeräte für den Hausgebrauch kamen in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts auf. Doch erst Ende der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts gab es das erste Stereo-Tonband für Zuhause. Diese Tonbandgeräte zeichneten in der Halbspurtechnik auf, wobei eine Spur für den Ton L und eine für den Ton R genutzt wurde. So konnte ein Tonband nur einseitig bespielt werden. Besser wurde es, als die Viertelspurtechnik auf dem Markt erschien. So konnte man Stereoaufnahmen machen, behielt aber die ganze Spieldauer eines Tonbandes bei. Für die Profis kam nur kurz darauf ein Mehrspurtonband auf. Sie wurden im Sprachgebrauch 8-Spur Tonbänder genannt und eigneten sich hervorragend, um Musikaufnahmen durch das Abmischen zu verbessern. Als die 8-Spur Bänder zu 48- Spur Bändern wurden, waren der damaligen Abmischtechnik kaum mehr Grenzen gesetzt. Tonmeister konnten jedes Geräusch einzeln identifizieren und so zum Beispiel unerwünschte Töne entfernen.

Diese Geräte fand man vor allem in den Tonstudios ab den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts, wobei sich die Klangqualität im Gegensatz zu früher sehr steigerte. Bessere Ergebnisse wurden erst durch die Einführung der Digitaltechnik und der CDs erzielt. Heute werden kaum noch Tonbänder genutzt, schon gar nicht im professionellen Bereich. Es gibt allerdings eine wachsende Fangemeinde von Tonbandenthusiasten, die sich noch immer für die ausgefeilte Technik begeistern können. Der Vorteil liegt allerdings auch in der Langlebigkeit dieser Technik. Viele Geräte sind auch nach Jahrzehnten noch genauso funktionstüchtig wie zu ihrer Glanzzeit. Auch die Tonbänder erweisen sich nach Jahrzehnten noch immer als brauchbar. Die Tonbänder, eigentlich Magnettonbänder, bestehen in der Regel aus Stahl-, Kunststoff- oder einem Papierband, das mit bestimmten Metalloxiden beschichtet wurde. Die Datenspeicherung erfolg magnetisch statt digital, wobei es egal ist, ob Sprache, Musik oder Geräusche aufgenommen werden. So ähnlich funktionieren auch die Videokassetten, die mit den Videorekordern in den 80er aufkamen. Die Tonbänder werden heutzutage in speziell klimatisierten Räumen aufbewahrt, damit sie vor Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen geschützt werden. Allerdings müssen Magnettonbänder auch vor anderen Magnetquellen wie zum Beispiel starken Lautsprechern geschützt werden, da sonst die Magnettonaufzeichnungen beschädigt werden könnten.

Es gibt im Internet noch viele Seiten von Freunden der Tonspurgeräte und sie werden auf Sammlerbörsen intensiv gehandelt. Da wird über Reparaturen gefachsimpelt und werden Ersatzteile besorgt. Zwar gibt es in der Technik kein zurück mehr, weil die digitale Technik und die MP3-Technik einfach zu überlegen ist. Aber viele Leute mögen, vermutlich aus nostalgischen Gründen, einfach den alten Hifi-Klang und ziehen ihn der modernen Technik vor. Ähnlich wie viele Leute behaupten, dass gerade die alten Klassiker der Rockmusik nur auf den Schallplatten wirklich authentisch klingen. Da der Plattenspieler sich seine eigene kleine Nische in der Audiowelt zurückerobert hat, bleibt es zu hoffen, dass die Liebhaber der Tonspurgeräte auch ihren Lieblingen eine Nische erhalten können. Tonspurgeräte und die noch erhaltenen Tonaufnahmen aus dieser Zeit sind immerhin eine Art Kulturerbe wie es Schallplatten und Videorekorder sind. Die Technik der Tonbandgeräte hat früher einmal die ganze Musikindustrie beherrscht und viele Klassiker der Rockmusik liegen in der Originalaufnahme eben nur auf einen Tonspurband vor. So werden Tonbänder mit ihren Aufnahmen Klassiker bleiben.


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